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Inhaltsverzeichnis: Was ist HPV?  Ansteckung & Infektion  Wie schützt man sich vor HPV?Folgeerkrankungen einer HPV-InfektionWie behandelt man eine HPV-Infektion?

Was ist HPV?

Die Humanen Papillomaviren, auch HPV oder HP-Viren genannt sind kleine Viruspartikel, die einen lebenden Organismus benötigen um sich zu vermehren. Sie bestehen hauptsächlich aus einer Eiweißhülle mit darin befindlichem Erbgutmaterial. Bei der "humanen" Variante, die den Menschen befallen kann, sind mittlerweile etwa 150 verschiedenen HPV-Typen bekannt. Bei vielen dieser Varianten verläuft die HPV-Infektion folgenlos und symptomlos und kann von alleine ausheilen. Bei anderen HPV-Typen sind harmlose Warzen die Folgen der Infektion, bei wenigen können aber auch bösartige Veränderungen am Gewebe des Gebärmutterhalses, des Scheidenvorhofs, der Scheide, der Schamlippen oder auch des Afters auftreten. Bei Männern kann eine Infektion mit den Humanen Papillomaviren zu Warzen oder Veränderungen des Gewebes am Penis oder dem After führen.

Mehr als 80% aller sexuell aktiven Menschen machen im Laufe Ihres Lebens mindestens einmal eine Infektion mit HPV durch, trotzdem ist eine Angst davor meist unbegründet. Denn in der Regel bekämpft das Immunsystem des Virus vollständig, selbst bei den HPV-Typen die krebsfördernd sein könnten. Bei wenigen Menschen dauert die Infektion jedoch über einen längeren Zeitraum an, aus dieser kann dann eine Krebsvorstufe oder gar Krebs entstehen.

Eine solche Infektion kann allerdings mit einem HPV-Test einfach nachgewiesen werden.

Wie kann man sich mit dem HPV Virus infizieren?

Bei den Niedrigrisikotypen, also den Hautwarzen, findet eine Übertragung der Viren in der Regel durch einfachen Hautkontakt, beim Händeschütteln.
Mit Genitalwarzen und den Hochrisikotypen von HPV infiziert man sich meist beim Geschlechtsverkehr oder anderem sehr intensiven Kontakt wie dem Oralverkehr. Jedoch ist eine Ansteckung ohne direkten Schleimhautkontakt sehr unwahrscheinlich, da sich das HPV-Virus nicht über das Blut, den Speichel oder auch Sperma ausbreitet. Daher ist eine Infektion beim Küssen nach heutigem Wissensstand auch kaum möglich.
Ob eine Übertragung der Hochrisiko HPV-Typen über Toilettensitze, Türkliniken, Handtücher oder andere Hygieneprodukte ist möglich oder wahrscheinlich ist, wurde bisher noch nicht eingehend untersucht, ist aber auch nicht ausgeschlossen.

23% der Frauen im Alter von 26 Jahren sind, einer aktuellen Studie nach, mit einem der Hochrisikotypen von HPV infiziert, bei der Altersgruppe der 30- bis 40-jährigen sinkt die Rate auf 6%.

Wie schützt man sich vor einer HPV-Infektion?

Vor einer Infektion mit den Hochrisikotypen von HPV kann man sich nur durch Verzicht auf sexuellen Kontakt oder durch eine HPV-Impfung schützen. Kondome verringern zwar die Gefahr einer Ansteckung, da sie aber nicht den kompletten Bereich der Schleimhaut abdecken können bieten Sie keinen zuverlässigen Schutz. Eine HPV-Impfung kann jedoch nur wirken solange noch keine Infektion erfolgt ist. Daher wird sie meist jungen Mädchen vor dem ersten Sexualkontakt empfohlen. In Deutschland gibt es bisher drei verschiedene HPV-Impfstoffe die vor einer Infektion mit den beiden Hochrisikotypen HPV 16 und HPV 18 schützen können. Durch die so genannte Kreuzimmunität schützen beide Impfstoffe teilweise auch gegen nahe verwandte Typen von HPV 16 und HPV 18. Einer der drei Impfstoffe schützt auch vor den Niedrigrisikotypen HPV 6 und 11 sowie HPV 31, 33, 45 52 und 58. Dies schützt auch vor den weniger gefährlichen, aber trotzdem sehr unangenehmen Genitalwarzen.

HPV-Infektionen bei Männern

Obwohl HPV eher ein Thema bei Frauen ist, können sich Männer natürlich ebenso mit dem Virus anstecken. Viel entscheidender ist aber, dass sie durch den Geschlechtsverkehr aber zur Verbreitung beitragen. In wie weit HPV auch bei Männern verbreitet ist, ist derzeit noch nicht mit Sicherheit zu sagen. Studien deuten allerdings daraufhin, dass etwas 12-35% aller Männer zwischen18 und 79 Jahren bereits Kontakt mit einem der Hochrisikotypen von HPV hatten. Auch deuten die Studien daraufhin, dass eine erfolgte Infektion bei beschnittenen Männern deutlich schneller abheilt und dadurch auch die Wahrscheinlichkeit einer Weitergabe der Viren verringert wird. 
Da die Wahrscheinlichkeit an einer bösartigen Zellveränderung bei Männern wesentlich geringer ist, werden HPV-Infektionen auch deutlich weniger erforscht als bei Frauen.
Auch bei Männern kann eine HPV-Impfung sehr sinnvoll sein, zugelassen ist hier in Deutschland der Vierfachimpfstoff Gardasil®, die Impfung wird derzeit aber nicht von den Krankenkassen bezahlt.

Zu welchen Erkrankungen führt eine HPV-Infektion?

Unter den verschiedenen Virus-Typen gibt es auch bei HPV verschiedene Arten. Einige dieser HPV-Typen befallen vorrangig Hautzellen, andere eher Schleimhautzellen. Als Hochrisikotypen werden dabei die HPV-Typen bezeichnet, die das Krebsrisiko steigern können und in Tumorgewebe vielfältig nachweisbar sind. Alle anderen Typen der HPV die Schleimhäute befällt sind die Niedrigrisikotypen, diese sind selten in Tumorgewebe nachweisbar. Von etwa 150 bekannten Typen des humanen Papillomavirus werden von der internationalen Krebsforschungsagentur (IARC) etwa zwölf als Hochrisikotypen eingeschätzt, darunter HPV 18 und HPV 16.

Eine unbehandelte Infektion mit dem HPV-Virus kann zu verschiedenen Erkrankungen führen:

  • Hautwarzen (Papillome): Diese lästigen aber in der Regel harmlosen Warzen treten häufig in Gesicht, an den Händen oder Füßen auf. Meist infizieren diese HPV Typen, die gewöhnliche Hautwarzen auslösen nicht den Intimbereich. Sie sind einfach mit einer Kältetherapie, der Photodynamischen Therapie (PDT) oder auch Warzen-Pflastern zu behandeln und heilen in der Regel folgenlos ab.
  • Gutartige Genitalwarzen (Feigwarzen): Diese zu den Niedrigrisikogruppen gehörenden Warzen werden meist durch die HPV-Typen 6 und 11 ausgelöst und entstehen meist an oder im Bereich der Geschlechtsorgane oder am After. Eine Infizierung ist hier auch beim Geschlechtsverkehr möglich. Genitalwarzen, auch wenn sie gutartig sind, sollten unbedingt von einem Arzt behandelt werden, auch sehr gute und konsequente Hygiene ist hier erforderlich.
  • Bösartige Zellveränderungen: Dies ist die seltenste aber auch gefährlichste Komplikation einer HPV Infektion, meist durch die HPV-Typen 16 oder 18. Diese Hochrisikotypen können bösartige Zellveränderungen, auch als "intraepitheliale Neoplasien" bezeichnet, auslösen aus denen sich Krebsvorstufen oder Krebs entwickeln kann. Die am häufigsten durch eine HPV-Infektion ausgelöste Krebsart ist Gebärmutterhalskrebs. Allerdings können, wenn auch seltener, bösartige Tumore an Scheide, Penis, After oder sogar den Schleimhäuten im Mund auftreten.

 

Wie behandelt man eine HPV-Infektion?

Für die eigentliche HPV-Infektion gibt es derzeit keine Behandlungsoptionen durch Medikamente oder andere Therapien. Lediglich die durch die Infektion entstandenen Erkrankungen gibt es Therapiemöglichkeiten.
Bei Feigwarzen, die ausgedehnt am oder im After entstanden sind, sind eine operative Entfernung, eine Lasertherapie oder auch eine Vereisung als Behandlungsoptionen möglich.

  • Bei der Lasertherapie werden meist gepulste Farbstofflaser (PDL) eingesetzt, die die Blutgefäße zerstören die die Warze versorgen. Dadurch wird das Virus abgetötet und die Warze stirbt ab.
  • Bei der Kryotherapie wird die Warze vereist um sie so absterben zu lassen.

Oberflächliche Warzen im Genitalbereich oder äußeren Analbereich können mit lokal wirksamen Cremes oder Tinkturen aber natürlich auf mittels Laser- oder Kryotherapie behandelt werden.
Sind die Zellveränderungen am Gebärmutterhals zu stark, kann eine so genannte Konisation, eine Entfernung des veränderten Gewebes im Rahmen einer Operation notwendig sein. Nach der Entfernung des Gewebes ist zwar bei den meisten Frauen eine HPV-Infektion nicht mehr nachweisbar, trotzdem ist es wichtig regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Frauenarzt zu wahrzunehmen.

Was bringt der HPV-Test?

Mit einem HPV-Test lässt sich mittlerweile sehr einfach und sicher eine Infektion mit dem humanen Papilloma-Virus nachweisen. Bei einem HPV-Test wird anhand von Schleimhautstellen bestimmt ob diese das Erbgut von HPV-Viren enthalten. Für einen Test braucht man:

  • einen Abstrich der Schleimhaut aus dem möglicherweise infiziertem Bereich
  • einen HPV Test, den man unter anderem hier bekommen kann.

So funktioniert der HPV-Test für zuhause:

Ein HPV-Test-Kit enthält in der Regel einen langen Tupfer für den vaginalen Abstrich, ein Gefäss um diesen sicher zu versenden sowie einen Rücksendeumschlag an das Labor. Die Entnahme der Schleimhautzellen für den HPV-Test ist ganz einfach:

  • Der Tupfer zur ENtnahme des Abstrichs wird in die Scheide eingeführt und langsam an der Scheidenwand wieder nach außen gezogen. Dadurch befinden sich Schleimhautzellen am Tupfer.
  • Danach wird der Tupfer sicher im mitgelieferten Röhrchen verpackt und beschriftet
  • Nach Einsendung an das Labor dauert es in der Regel etwa 5-7 Tage bis man das Ergebnis mitgeteilt bekommt.

Wann ist ein HPV-Test sinnvoll?

Basierend auf aktuellen Leitlinien ist ein Test auf Papillomviren sinnvoll wenn ein zytologischer Test leichte oder mäßige Veränderungen gezeigt hat, die zusätzlich abgeklärt werden sollen. Auch bei Frauen über 30 kann der Test eine Ergänzung zum herkömmlichen Pap-Test im Rahmen der Früherkennung sein.

Was ist, wenn das Ergebnis des HPV-Test positiv ist?

Ein positives Testergebnis ist nicht zwingend etwas beunruhingendes. Als erstes empfiehlt es sich, einen Termin mit seiner Frauenärztin, seinem Frauenarzt zu vereinbaren um den Test zu wiederholen. Der Test beim Arzt ist verlässlicher, daher kann sich ein Anfangs positives Ergebnis auch im nachinein als "falscher Alarm" zeigen. Sollte auch der HPV-Test beim Arzt positiv sein sagt dies lediglich aus, dass eine HPV-Infektion vorliegt, nicht jedoch dass auch Geweveränderungen entstanden sind. Die klärt der Arzt oder die Ärztin dann in weiteren Untersuchungen ab.

WAS IST, WENN DAS ERGEBNIS DES HPV-TEST negativ IST?

Sollte das Ergebnis des HPV-Tests negativ sein, liegt mit ziemlicher Sicherheit keine HPV Infektion an den getesteten Schleimhäuten vor. Das heisst allerdings nicht, dass sie noch nie mit HPV in Kontakt gekommen sind, denn vergangene und bereits überstandene Infektionen lassen sich durch den Test nicht nachweisen.

Welche HPV-Tests für zu Hause gibt es?

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von Microbiome Ltd.
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von Genekam Biotechnology AG
 


 
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